Raw Chocolate Cake Bomb

Heute wird’s roh und schokoladig auf dem Blog. Raw Food oder bei uns auch unter dem weniger fancy klingenden Namen „Rohkost“bekannt, gehört ja schon seit ein paar Jahren zu den Food Trends schlechthin. Spätestens seit Zoodles hat es diese Ernährungsform auch auf meinen Speiseplan geschafft. Früher habe ich Zucchini regelrecht verschmäht. Als Zutat in der Gemüsepfanne oder aus dem Ofen mag ich sie noch immer nicht, Geschmack und Konsistenz überzeugen mich einfach nicht. Ich gehöre vielmehr zu dem Auberginen-Lager, die finde ich richtig lecker, auch wenn sie matschig sind! In Form von Zoodles oder geraspelt hingegen bekomm ich von Zucchinis gar nicht mehr genug.

Aber zurück zu unserem Schokokuchen. Neulich entdeckte ich ein rohköstliches Rezept für einen Schokoladenkuchen von dem bekannten britischen Fernsehkoch. Zugegeben, ich war erstmal baff. Der Oliver is(s)t jetzt also auch raw. Seine Kochkünste habe ich während meiner Zeit als Au Pair in England kennengelernt. Damals hatte ich mit Kochen noch nix am Hut und fand seine Art, Gerichte zuzubereiten sehr inspirierend. Die frischen Zutaten, das Spielen mit Aromen und seine Angewohnheit, nicht viel auf genaue Maßeinheiten bei Olivenöl&Co. zu geben, haben in mir die Lust geweckt, seine Gerichte nach zu kochen. Meine Neugier war geweckt und so musste ich mich auch an diesem Rezept versuchen. Denn das ich eine Schwäche für Schokoladenkuchen habe, ist ja für euch kein Geheimnis mehr.

Rezept für rohen Schokoladenkuchen

Zutaten für den Boden:
 60 g Kokosöl + 2EL rohes Kakaopulver
150 g Haselnüsse
Zutaten für die Füllung:
300 g Walnüsse
150 g getrocknete Datteln
150 g getrocknete Feigen
3 EL Ahornsirup
Mark 1 Vanilleschote
Zutaten für das Frosting:
1 1/2 reife Avocados
100 ml Honig oder Ahornsirup
1 TL Zimt
3-5 EL rohes Kakaopulver
2 EL Kokosöl
Rosenblüten zur Verzierung (optional)

    Zubereitung für rohen Schokoladenkuchen
    für rohen Schokoladenkuchen
    Vorbereitungszeit:
    Back/Kochzeit:
    Zubereitungszeit:
  1. Zunächst eine kleine Springform (ca. 17 cm Durchmesser) mit Backpapier auslegen. Für den Boden: Haselnüsse in der Küchenmaschine grob zerkleinern. Kokosöl im Wasserbad schmelzen und das Kakaopulver unterrühren. Anschließend die Haselnüsse mit dem Kokosöl vermischen, bis eine homogene Masse entsteht. Haselnussmasse in die Springform geben.
  2. Für die Füllung: Die Datteln und Feigen zunächst von Hand in kleine Stücke schneiden. Walnüsse grob hacken und anschließend mit den Datteln und Feigen in eine Küchenmaschine geben. Alles zusammen kurz „pürieren“. Ahornsirup dazu geben, erneut pürieren. Zum Schluss das Kakaopulver und die Vanille hinzugeben. Die Füllung in die Form geben und glatt streichen. Tipp: Die Walnüsse über Nacht in Wasser einweichen, dann sind sie leichter zu verarbeiten.
  3. Für das Frosting: Avocados, Ahornsirup, Kokosöl, Kakaopulver und Zimt pürieren und auf dem gesamten Kuchen verstreichen.
  4. Kuchen für mindestens eine Stunde in den Kühlschrank stellen.

Bei der Schokoladencreme habe ich mich anders als im Rezept, für ein Schoko-Avocaden-Topping entschieden. Herausgekommen ist eine deluxe Rohkostversion vom bekannten „Death by Chocolate Kuchen“. Knackiger Haselnussboden trifft auf die fruchtige Süße von Feigen und geben der Schokoladenfüllung eine leckere, leicht crunchige Konsistenz. Gekrönt mit Avocado-Creme –göttlich! Vorausgesetzt ihr mögt Avocados und einen dezenten Avocado-Geschmack. Ich fand es geschmacklich genau richtig, da die Feigen-Dattel-Schokoschicht für genügend Süße sorgt.

Angst vor Hüftgold gibt es bei diesem Rezept für mich nicht. Es handelt sich hierbei schließlich immernoch um ein Rohkost-Rezept für Schokoladenkuchen, was für mich synonym für gesund steht! Ihr könnt euch also ohne schlechtes Gewissen, ein zwei Stückchen gönnen und die Schokoladenexplosion in eurem Mund genießen!